Bericht:
01.07.2010 02:03
"Vielleicht verleiht der Schmetterling Deutschland goldene Flügel“ Interview Timo Boll Mit Datum zum 1. Juli ist die deutsche Nationalmannschaft der Herren ein waschechtes Butterflyteam. Nachdem mit Timo Boll und Bastian Steger ohnehin zwei Tamasu-Partner im Team des WM-Silbermedaillengewinners von Moskau, Serien-Europameisters und Olympia-Zweiten stehen, leistet Butterflys Schmetterlings-Logo ab sofort dem Bundesadler auf dem Nationalmannschaftstrikot dauerhaft Gesellschaft. Der Weltranglisten-Zweite Timo Boll verrät im Interview mit WM-Rückblick, dass er mit dem deutschen Butterflyteam nach der knappen Finalniederlage gegen China in Moskau nun auch über Europas Grenzen hinaus von einem Goldmedaillengewinn mit dem DTTB-Team träumt. Hand aufs Herz: Hatten Sie vor der WM in Moskau Silber auf Ihrer Rechnung? Timo Boll: Wir sind mit dem Ziel nach Moskau gefahren, eine Medaille zu holen. Die Farbe haben wir ganz offen gelassen. Aber wir wussten, dass wir gut genug sind, auch den Einzug in das Finale schaffen zu können. Wir hatten es als Möglichkeit auf der Rechnung, sind aber nicht damit hausieren gegangen. Silber ist es dann ja auch geworden. Haben Sie denn im Finale gespürt, dass zeitweise auch ein Hauch von Gold über der Medaille schwebte? Wir haben Chinas Mauer ins Wackeln gebracht, darauf sind wir stolz. Nachdem sie durch meinen Sieg über Ma Long 0:1 in Rückstand lagen, waren die Chinesen angeschlagen. Da haben wir gespürt, dass auch Chinas Stars nicht unschlagbar sind. Das war eine wichtige Botschaft. Aber China, das muss man anerkennen, hat in der schwierigen Situation auch seine Ausnahmeklasse bewiesen und ist wieder aufgestanden. Also kein Gram über eine verpasste Chance? Nein, überhaupt nicht: Wir sind superstolz auf unsere Silbermedaille und auch darauf, dass wir in Moskau deutlich die zweitbeste Mannschaft der Welt waren, was ja unter anderem die Siege über die beiden Bronzemedaillengewinner Japan und Südkorea unterstrichen haben. Mannschafts-Weltmeisterschaften endeten in Ihrer Ära immer mit Gold für China. Wird Deutschland bei Weltmeisterschaften ewiger Zweiter bleiben? (lachend) Ewiger Zweiter hieße immer Silber, das wäre gar kein schlechtes Ergebnis… Im Ernst: China wird immer der Favorit sein, aber es ist nicht unangreifbar, das zeigt ja auch das Beispiel der Damen. Da hat China das Endspiel gegen Singapur verloren. Damit hat zuvor niemand auf der Welt gerechnet. Sie klingen optimistisch? Moskau hat gezeigt, dass wir uns als Mannschaft fortentwickelt haben. Wir sind ein Stück näher an China herangerückt! Bei den nächsten Mannschafts-Weltmeisterschaften 2012 in Dortmund wird das Team erstmals bei Weltmeisterschaften als Butterflyteam an den Start gehen. Ist Deutschland dann vielleicht sogar reif für den ganz großen Coup? Das wäre natürlich ein Traum. Dortmund 2012 soll ein absoluter Höhepunkt in meiner Karriere werden. Ob uns in der Westfalenhalle ein Sieg über China gelingt, muss man abwarten - das ist natürlich nicht vorhersehbar. Wir wollen in Dortmund der Welt aber erneut beweisen, dass wir der Konkurrent Nummer eins für die Supermacht China sind. Vielleicht verleiht der Schmetterling auf der Brust Deutschland ja die gleichen goldenen Flügel, die mich persönlich auch schon zu meinen großen Siegen über Chinas bei den World-Cup-Turnieren 2002 und 2005 getragen haben. Meinem Butterfly-Klub Borussia Düsseldorf haben diese Flügel in dieser Saison ja auch zum Gewinn des Triples mit DTTB-Pokal, Deutscher Meisterschaft und Champions-League verholfen. Quelle: http://butterfly-world.com Datum:
Sonntag, 18. Juli
Ort:
72663 Großbettlingen
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